Alpenblumen

9. Februar 2014 Michaela Zimmermann
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Wer im alpinen Frühjahr, also im späten Mai oder auch Juni, eine Bergtour auf eine Hochalm unternimmt, findet häufig ein Meer an Alpenblumen vor, auf das sich das Almvieh im Tal den ganzen Winter schon freut. Hier stehen seltene Orchideen neben geschützten Lilien- und Rosengewächsen in schönster Alpenkulisse.

Alpenblumen sind einzigartige Spezialisten unter anspruchsvollen Lebensbedingungen

Einige Alpenblumen kommen nur punktuell in bestimmten Bergregionen vor und andere wiederum nur innerhalb bestimmter Höhenstufen. Entscheidend ist auch die Bodenbeschaffung, die Hangneigung und die Steilheit des Gelände. Alpenblumen sind wahre Spezialisten, von denen es einige bis in Höhen von fast 4000m hinauf schaffen.

Einzigartige Blumenwelt im alpinen Raum

Die teilweise nur wenige Wochen andauernde Vegetationsperiode hat die Alpenflora gezwungen, sich an ein Leben unter den schwierigsten Bedingungen anzupassen. Es gibt Pionierpflanzen, wie den gelben Alpenmohn, die sich nach einem Felssturz oder im Gletscherbereich im losen Geröll ansiedeln und mit ihren Wurzeln das sich ständig bewegende Gestein festigen, so dass auch andere Pflanzen sich dort ansiedeln können. Andere Arten haben sich auf eine bestimmte Bodenzusammensetzung spezialisiert. So bevorzugt die bewimperte Alpenrose Kalksteingebirge, wie sie in den östlichen Nordalpen am häufigsten vorkommen. Dagegen findet sich die rostblättrige Alpenrose häufiger auf kalkarmen, silikatreichen Böden. Beide tragen ebenfalls dazu bei, dass sich loses Gestein verfestigt und sich weitere Alpenblumen ansiedeln können.

Unternehmen Sie doch eine Bergwanderung mit Steinbock Bergtouren, um die Alpenblumen und ihren Lebensraum besser kennenzulernen. Beispielsweise bei der „Wanderung über blühende Almwiesen“  und erfahren Sie, beispielsweise welcher Aberglaube, welcher Heilzweck oder welches Missverständnis sich über Jahrhunderte mit welcher Alpenblume verbunden hat.

 
 
 
 
 
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