Die Sommer-Bergsaison 2013 ist eröffnet

17. Mai 2013 Michaela Zimmermann
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Noch schneit es in den Hochlagen, sobald ein Tief über die Alpen hinweg zieht. Doch in den Tallagen haben sich die Frühblüher schon kräftig Mühe gegeben, dem frischen Grün der Laubbäume den Rang abzulaufen und wieder etwas Farbe in das Wintergrau zu bringen. Schlüsselblumen, Buschwindröschen, Leberkraut, Erika und das Alpenglöckchen streiten sich um die schönsten Sonnenplätze.

Überall plätschert Wasser, das von dem schmelzenden Schnee in höheren Lagen herunterfließt und auch vor Wanderwegen nicht halt macht. Wer jetzt in die Berge geht, sollte seine Gamaschen vielleicht noch nicht zu Hause lassen.

Nicht nur dass nordseitig doch noch reichlich Schnee liegt, auch Hosen und Schuhe sind nicht ganz so nass, wenn man einmal wieder eine überflutete Wiese queren muss.
Aber nicht nur Fauna und Flora erwachen aus dem Winterschlaf. Auch viele Hüttenwirte bereiten ihren Saisonstart vor. Gemeinsam wird mit Freunden und Familie der Weg zur Hütte vom Schnee befreit, wo im Frühjahr vielleicht eine Lawine abgegangen ist und es noch eine Weile dauern würde, bis die Sonne alles weggeschmolzen hätte.
Denn wenn morgen, bei sonnigem Föhnwetter die ersten Wanderer beispielsweise zur Brunnenkopfhütte im Ammergebirge unterwegs sind, um dort auf bayerisch-königlichen Spuren zu wandeln, soll’s doch schön aussehen und der Weg gut zu gehen sein.

Schon vor zwei Wochen haben die Hüttenleute dort angefangen, Maximilians königliche Jagdhütte auf Vordermann zu bringen. Während in der Hütte die Bettdecken geschüttelt wurden, haben Freunde der Familie Schnee geschippt. Dass die Mannschaft dabei ordentlich ins Schwitzen kam, ist klar. Aber für ein durstlöschendes Kaltgetränk musste niemand weit gehen. Man stellte seine Flasche einfach in den Schnee. Bei der großen Menge an Nassschnee wusste am Abend auch sicherlich jeder, was er geleistet hat.

Und so haben zahlreiche Helfer und Freunde der Hüttenwirtsleute in den Alpen dazu beigetragen, dass wir nun bis in die mittleren Lagen praktisch schneefrei zu den Hütten aufsteigen können.
Lange wird’s nicht mehr dauern und dann haben uns auch dort die Frühblüher eingeholt.

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